Il Vittoriale degli Italiani

Il Vittoriale degli Italiani war, von 1921 bis 1938, der letzte Wohnsitz von Gabriele d´Annunzio, nach dem Scheitern des Fiume-Unternehmens.

Der Dichter wählte den Gardasee aus, "weil es ist dort wo mich mein Schicksal drängt zu leben", und genau in der Villa di Gargnacco in Gardone di Sopra.

Mit der Zeit brachte d´Annunzio die Villa in Ordnung, ließ weitere Gebäude erbauen und mit Hilfe des Architekten Giancarlo Moroni, die Gärten anlegen.

Für den Dichter sollte die Villa die architektonische und landschaftliche Übersetzung seines Geschmackes und seiner Ideale von Vaterschaftsliebe, Heldentum und Kult der Erinnerungen, sein. Wenn man den Vittoriale betritt, trifft man nacheinander auf den "Pilo del Piave", in Erinnerung an die italienische Verteidigungslinie vor dem See, den "Pilo del dare in brocca", als Versinnbildlichung des kaltblütigen Mutes des Zieltreffenden, ein Freilichttheater genannt "Parlaggio" mit einer perfekten Akustik, die Esedra mit dem kleinen Tempel von d´Annunzianischen Memorien.

Man erreicht die Piazzetta Dalmata, wo die Villa di Cargnacco genannt "La Priora", die Privatresidenz des Dichters steht, und den Schifamondo (wörtlich Weltekel), die Klause, in der sich der Dichter in Einsamkeit zurückziehen wollte, als er von der Welt angeekelt war.

Heute ist es ein Museum der Archive und der Bibliothek. In der Mitte des Platzes steht der "Pilo dalmata" in Erinnerung an die Besetzung von Fiume. An einer Seite zwei Autos, ein Fiat, der bei dem Marsch auf Fiume benutzt wurde, und ein Torpedo Isotta Fraschini, das letzte Auto des Dichters. Erreicht man das große Auditorium findet man das Flugzeug SVA, mit dem der Dichter den Demonstrationsflug über Wien gemacht hatte.

Dem Viale Aligi entlang erreicht man den "Fontanone del Delfino" und den Raum, der dem Motorboot zur U-Boot-Abwehr gewidmet ist, und schließlich das prächtige Mausoleum, das zehn Freunden des "Comandante" gewidmet ist und wo er selbst 1963 begraben wurde.

Man steigt dann hinunter zum Bug des Schiffes "Puglia", das Tommaso Gulli, 1920 in Split gefallen, gehört hatte. Umgeben von Zypressen und von dichten Pflanzen ist dieser Punkt der eindruckvollste Aus-blick über den gesamten Vittoriale.

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