Torbole hat sich wegen der Republik Venedig einen Platz in der Geschichte erobert. 1439 wollte Venedig seine Hilfe dem von den Visconti-Streitkräften umzingelten Brescia zukommen lassen. Da der Landweg in der Ebene hoffnungslos war, entschied man sich mit einer Flotte den Gardasee zu rüsten. Die Schwierigkeiten, sie vor Ort zu bauen waren zu groß und so entschloss man sich, die Schiffe auf dem Landweg zu befördern. Dabei musste der 278 Meter hohe San Giovanni-Pass überquert werden.
Transportiert wurden zwei Galeeren, sechs Fusten und 25 große Boote und im Hafen von Torbole ins Wasser gesetzt. Die Flotte segelte dann in Richtung Maderno, das sie einnahm, aber kurz danach wieder verlor.
Im nächsten Jahr jedoch eroberte die Flotte Riva und später den gesamten Gardasee. Das Aussehen von Torbole hat sich im Laufe der Jahrhunderte nicht viel verändert. Heute noch kann man herrliche Ecken mit besterhaltenen alten Häusern finden.
Wenn man von den Denkmälern und von der Schönheit der Gegend absieht, ist die größte Attraktion von Torbole die frische Brise, die auf dem See weht, und Hunderte von Windsurf-Liebhaber jährlich anzieht. Ihre bunt gefärbten Segel geben der Schönheit des Ortes einen heiteren Hauch.

