Ein Stückchen See, blau und smaragd, wenige Zypressen, eine kleine Kirche und eine Villa am Seeufer, das ist San Vigilio. Zwischen Torri del Benaco und Garda bilden die Ausläufer des Monte Baldo eine kleine Halbinsel, von der man eine herrliche Sicht über alle Berge, die den Gardasee umgeben, genießt. Die kleine Kirche, vielleicht uralten heidnischen Ursprungs, aber im Mittelalter wieder aufgebaut und dem Heiligen San Vigilio gewidmet, ist herrlich in ihrer Einfachheit. In unmittelbarer Nähe steht ein Gebäude aus dem XVI. Jahrhundert mit einem doppelten Säulengang und etwas höher, Villa Guarienti, die Agostino Brenzoni in der ersten Hälfte des XVI. Jahrhunderts, anscheinend nach einem Entwurf von San Micheli, erbauen hat lassen. Die schöne Villa liegt in einem entzückenden italienischen Garten.
Hier zog sich Brenzoni, Adliger und Humanist, in goldiger Eremitage zurück, um sich klassischen Studien zu widmen.

