Riva

Riva, vielleicht schon in vorgeschichtlichen Zeiten bewohnt, wurde später römischer Castrum mit dem Namen Riga und war wichtiges Handels- und Militärzentrum, mit Trient durch die Claudia Augustea - Straße verbunden. Wegen seiner großen wirtschaftlichen und strategischen Bedeutung unterlag der Ort Riva immer wieder neuen und kurzdauernden Herrschaften, so dass seine Gesichte extrem verworren ist.

Riva wurde von den Goten, den Langobarden, den Franken von Berengarius und den Sachsen beherrscht. 1027 übergab es Konrad II. der Salier mit den Gebieten von Sommolago dem Prinz-Bischof von Trient. Vom XIII. bis XVI. Jahrhundert gehörte die Stadt Riva den Da Romano, Feudalherren des Heiligen Römischen Reiches, den Grafen von Tirol, den Della Scala, den Visconti, der Republik Venedig, dem österreichischen Kaiser und zwischendurch immer wieder den Prinz-Bischöfen von Trient.

Endlich, zwischen 1578 und 1802, kam es unter die ständige Herrschaft der Bischöfe von Trient. In dieser Zeit erlebte Riva seine blühendste Periode, in der es jedoch Zerstörungen durch den Herzog von Vendome während des spanischen Erbschaftskrieges und den Folgen des Napoleon-Feldzuges ausgesetzt war.

Riva geriet dann unter Österreich (1802-1805), Bayern (1806-1810) und Napoleon (1810-1813), bis der Wiener-Kongress es wieder Österreich zuführte. Erst am 3. November 1918 wurde es an Italien annektiert.

Monumentales Zentrum des Städtchens Riva ist der Platz 3. November, der direkt am Hafen liegt und nur teilweise von den Säulengängen, die Frissoni 1375 gezeichnet hat, umgeben ist. Direkt am Platz kann man den Apponale-Turm bewundern. Sein Bau begann um 1200 mit seiner heutigen Höhe von 35 Metern.

Im historischen Zentrum von Riva steht auch die Pfarrkirche von 1780, die über ein wesentlich älteres Gebäude erbaut wurde. In ihrem Inneren kann man Gemälde von Piazzetta, von Giambettino Cignaroli und von Craffonara, sowie sehr reiche Barockverzierungen in der Kapelle der Madonna del Suffragio vom Beginn de XVIII. Jahrhunderts bewundern. Sehr schön ist dann die Kirche der Inviolata mit viereckigem Grundriss und achteckiger Kuppel.

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Anreisetag: 13.05.2008
Abreisetag: 14.05.2008
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