Lazise, dessen Namen anscheinend aus dem langobardischen Lotsch (Speer) stammt und später in Laceses lateinisiert wurde, erreichte schon vor der Jahrhundertwende große Bedeutung. Man weiß nämlich, dass Otto II. dieser Stadt im Jahre 938 viele Rechte gewährt hat.
Als erste Seegemeinde blühte dort ein starker Handelsbetrieb mit einem Markt, der immer Montags stattfand und einen intensiven Warenverkehr von Salo zum Etschtal hatte.
Sowohl die Familie Della Scala als auch die Republik Venedig erbauten Festungen und unterhielten eine Kriegsflotte, beide kamen jedoch nicht gegen die furchtbare Zerstörung, die die Soldaten des Karl V. im Jahre 1528 durchführten an.
Das Schloss von Lazise, das die Familie Della Scala errichten ließ und heute zum Park der Villa Bernini gehört, ist das wichtigste Denkmal von Lazise, auch weil es meisterhaft restauriert wurde. Seine fünf Türme, über die der Hauptturm sehr hoch herausragt, stehen in einem Garten mit Palmen, Magnolien, Mispelbäumen und Thujen.
Auch wenn der kleine Hafen von Lazise seine Wichtigkeit als Umschlagplatz der alten Zeit verloren hat, zeugt sein altes Zollhaus immer noch durch seine Eigentümlichkeit.

