Die Gemeinde Gargnano besteht aus mehreren Ortsteilen, von denen nur zwei direkt am See liegen, Villa und Bogliaco.
In Bogliaco befindet sich der schönste Bau des gesamten Sees aus dem achtzehnten Jahrhundert die Villa Bettoni. Sie wurde von Adriano Cristofali entworfen und ab 1703 von Antonio Marchetti gebaut. In einem warmen Strohgelb gefärbt, erstreckt sie sich auf der Seeseite in drei Etagen mit darüber liegender Attika und wird von zwei Gärten bereichert. Der eine, auf der Seeseite, hat ein zentrales Blumenbeet, im zweiten auf der Bergseite, befindet sich eine Doppeltreppe mit seinem Monumentalbrunnen in der Mitte, nach den besten Richtlinien des italienischen Stils. Er wurde von Pierallini entworfen und mit Statuen von Cignaroli und von Locatelli verschönert.
Gargnano, umgeben von Zitronenhainen und voller Blumen wie ein Gewächshaus, ist schon seit dem XVI. Jahrhundert wegen des Fischreichtums seiner Gewässer bekannt. Hier sind vor allem die Gardaseeforellen zu finden, die sich der Sage nach aus Goldflitter ernähren.
Am Ortsbeginn von Gargnano, wenn man von Bogliaco kommt, trifft man auf die Kirche des Heiligen Franziskus. Sie wurde 1289 gegründet und die Absis ist noch die ursprüngliche. Ein besonderes Juwel der klösterlichen Architektur ist der angrenzende Kreuzgang des Klosters mit einer in den Himmel ragenden Zypresse in der Mitte und Arkaden im maurischen Stil rundherum.
Am naheliegenden Schiffslandungssteg findet man den bekannten Palast Feltrinelli, wo zwischen 1943 und 1945 das Sekretariat vom Duce Mussolini seinen Sitz hatte. Kurz dahinter eine weitere Villa Feltrinelli, in der Mussolini selbst in der selben Zeit gewohnt hat.


